Mit Fortuna Köln kehrt der amtierende Champion in die Sparkassen Verbandsliga Rheinland zurück. Nach dem Finalsieg in Season 2025 im XPERION Köln gegen Alemannia Aachen richtet sich der Blick nun auf die kommende Spielzeit. Die Ausgangslage ist dabei besonders: Der Titelverteidiger tritt mit veränderter Struktur und neu formiertem Kader an.
Rückkehr unter neuen Vorzeichen
Die Entstehung des aktuellen Teams ist eng mit den Entwicklungen rund um den Verein verbunden. Kapitän Pascal „Kalle“ Altpass beschreibt einen Prozess, der erst in den vergangenen Wochen so richtig Fahrt aufgenommen hat. Ausschlaggebend war vor allem ein klares Signal aus dem Vereinsumfeld. „Wenn der Geschäftsführer deines Herzensclubs dir persönlich sagt, er möchte wieder durchstarten, dann wird es schwierig, nein zu sagen.“
In kurzer Zeit entstand so ein neues Gefüge. Ehemalige Spieler kehrten zurück, ergänzt durch neue Kräfte und ein angepasstes Management. Der Fokus liegt bewusst auf einem nachhaltigen Aufbau. Statt sofort in mehreren Wettbewerben anzugreifen, setzt die Fortuna zunächst auf Stabilität und Entwicklung.
Erinnerungen an den großen Moment
Der Triumph aus der Vorsaison bleibt dennoch präsent. Besonders die entscheidenden Szenen rund um das Final4 haben sich tief eingeprägt. „Die Momente zwischen Halbfinale und Finale sowie der Treffer zum 2:0 im Endspiel“, erinnert sich Altpass. Dieser Treffer brachte die Vorentscheidung im Finale und ebnete den Weg zum rheinischen Henkelpott.
Auch der Weg dorthin unterstreicht die Qualität des Teams. Als Tabellenführer der Division A zog die Fortuna direkt ins Final4 ein und bewies dort ihre Comeback-Qualitäten. Nach der 0:1-Hinspielniederlage im Halbfinale gegen den SV Fühlingen-Chorweiler drehte das Team die Partie im Rückspiel und zog ins Finale ein.
Spielidee zwischen Struktur und Freiheit
Auf dem virtuellen Rasen verfolgt die Fortuna eine klare Linie. Im Mittelpunkt steht ein kontrollierter Ansatz mit stabiler Defensive und gezielten Offensivaktionen. „Wir versuchen Fußball zu spielen, kein Kick and Rush“, beschreibt Kalle die Philosophie. Konter werden strukturiert ausgespielt, ergänzt durch situative lange Bälle und kreative Lösungen im letzten Drittel.
Die aktuelle Phase des Kaderaufbaus spiegelt sich auch in der Vorbereitung wider. Der Fokus liegt auf grundlegenden Abläufen und individueller Qualität. Taktische Feinabstimmungen sollen im Laufe der Saison folgen, sobald sich die Mannschaft weiter eingespielt hat.
Zielsetzung mit Augenmaß
Trotz der Veränderungen bleibt der sportliche Anspruch hoch. Das Erreichen des Final4 ist erneut das erklärte Ziel. Darüber hinaus schwingt ein besonderer Gedanke mit. „Die Titelverteidigung im eigenen Wohnzimmer wäre doch etwas Schönes“, so Kalle.
Der Weg dorthin dürfte anspruchsvoll werden. Die Konkurrenz kennt die Qualität des Titelverteidigers, gleichzeitig befindet sich die Mannschaft selbst in einer Phase des Neuaufbaus. Genau darin könnte laut Kalle jedoch eine Chance liegen. Teamspirit und der Rückenwind aus der Vorsaison bilden das Fundament der Mission Titelverteidigung.
Digitale Bühne im Rheinland
Die Sparkassen Verbandsliga Rheinland geht in ihre dritte Saison und bringt auch in der Season 2026 wieder Sportvereine aus der Region auf den digitalen Rasen. Im Pro Clubs Modus von EA SPORTS FC 26 treten die Teams im klassischen 11-gegen-11 gegeneinander an und kämpfen über vier Gamedays um den Einzug ins Final4.
Die reguläre Saison wird an den Gamedays am 8. Mai, 22. Mai und 5. Juni ausgespielt. Am 19. Juni folgen die Playoffs, in denen die letzten beiden Finaltickets vergeben werden. Den Höhepunkt bildet das Final4 am 11. Juli. Dabei stets im Mittelpunkt der Teamgeist, der nicht nur auf, sondern auch neben dem digitalen Rasen elementar ist.
